Bolivien

800.000 arbeitende Kinder

8 Mio. Einwohner zählt das ganze Land Bolivien, in dessen Silberminen über die Jahrhunderte ein erschreckender Holocaust an Kindern stattfand.
Die Tragödie der heute 800.000 arbeitenden Kinder Boliviens (10 %) hat sich trotz vieler anerkennenswerter Initiativen noch nicht wesentlich verändert. Sie sind ein Faktor in jeder Stadt, ausgebeutet, missbraucht und in jedem Fall ihrer Kindheit beraubt.

Zahlen - Fakten

Nach Schätzungen der Weltbank leben in Bolivien ca. 70% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.

Bolivien ist nach Kolumbien und Peru weltweit der drittgrößte Lieferant für Kokain.

37 % der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt.

Inoffizielle Schätzungen sprechen von mindestens 800.000 Kindern (entspricht der Bevölkerung Stuttgarts), die derzeit in Bolivien regelmäßig erwerbstätig sind – als Schuhputzer, Lastenträger, Straßenverkäuferinnen – oft bis spät in die Nacht; im Durchschnitt arbeiten 72% aller Kinder zwischen 7 und 11 Stunden an 6 Tagen in der Woche.

Allein in La Paz spricht man von offiziell 35.000 Straßenkindern.

Den höchsten Anteil arbeitender Kinder zwischen 8 und 12 Jahren findet man am berühmten Silberberg "Cerro Rico" in Potosí – nach den Erhebungen internationaler Stellen sind es bis zu 5.000 Kinder, die in den Bergwerken von Llallagua, Potosí und Huanuni/Oruro Fronarbeit leisten.

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