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Sie bewegen sich auf den kleinen Mittelstreifen der 4-spurigen Hauptverkehrsstraßen, um zwischen den Autos zu betteln, um Scheiben zu putzen oder Kleinigkeiten zu verkaufen. Sie durchwühlen Müllberge nach verwendbaren Materialien und stehlen, um zu überleben. Viele werden gezwungen, sich zu prostituieren und missbrauchen zu lassen. Um der schrecklichen Wirklichkeit zu entfliehen, rauchen sie Marihuana und schnüffeln Klebstoff. Sie gehen nicht zur Schule, schlafen tagsüber ein paar Stunden in Abwassertunneln, unter Brücken oder in Ladenpassagen, die Arme unter kaputten und schmutzigen T-Shirts versteckt. Ständig sind sie auf der Flucht vor korrupten Polizisten und Sicherheitsbeamten, die die Stadt von ihnen “säubern”.
Weltweit gibt es schätzungsweise 150 Millionen Straßenkinder, davon 10 Millionen, die ohne jede Familie oder Anbindung an ein Zuhause aufwachsen. Allein in Lateinamerika liegen die Zahlen der auf der Straße lebenden Kinder bei 50 Millionen. Um diesen Kindern ein Zuhause zu geben, benötigt man mindestens 15 Städte in der Größe Berlins.
Diese Kinder brauchen einen Ort der Sicherheit, ein Zuhause, wo sie die Chance haben, Kinder zu sein und entsprechend ihrer Neigungen und Begabungen gefördert zu werden und zu gesunden Persönlichkeiten heranzuwachsen. Sie brauchen Menschen, die sich zum Anwalt ihrer grundlegendsten Rechte und Bedürfnisse, wie Ernährung, Gesundheit, Hygiene, Schul- bzw. Ausbildung machen und ihnen Zuwendung geben. Diesen Kindern soll eine Stimme in ihrer Stadt verliehen werden, damit ihre Belange in der Öffentlichkeit gehört werden und ihre Situation verändert wird.
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